Brennholz-Scholl in 63546 Hammersbach


 

 

 

 

Bei acht von zehn Anfragen nach Brennholz, kommt als erstes die Frage:

 

"Wos kostn is Hulz".

 

 

Diese Frage ist für mich im ersten Moment gar nicht so einfach zu

 

beantworten.

 

Wenn ich dann nachfrage: "Welches Hulz", kommt oft die

 

Antwort: "A normals Hulz, halt". Aber: "Wos is a normals Hulz".

 

Einer bezeichnet ein borkenkäferbefallenes Fichtenbrennholz,

 

der nächste ein bereits fünf Jahre überlagertes Pappelbrennholz und der

 

übernächste ein paar "Bricherle" als "normals Hulz".

 

Wir verkaufen kein "normals Hulz".

 

Auch die Bezeichnungen Hartholz und Weichholz werden von uns nur

 

sehr ungern verwendet.

 

Diese Begriffe sind uns zu ungenau.

 

Denn unter dem Begriff "Weichholz" kann man sich sowohl ein

 

Fichtenbrennholz mit einem Heizwert von 1500 KWh pro

 

Raummeter/Ster, oder auch ein Kiefernbrennholz mit einem Heizwert von

 

1700 KWh pro Raummeter/Ster vorstellen.

 

Es besteht jedoch bezüglich des Heizwertes ein enormer Unterschied.

 

Transparenz ist für uns sehr wichtig.

 

Deshalb sind bei uns grundsätzlich alle enthaltenen Holzarten und der

 

Brennwert angegeben.

 

Unser für den Verkauf bestimmtes Brennholz, wird nur aus bester

 

Stammware gemacht.

 

Der angegebene Brennwert wird mit Sicherheit erreicht.

 

Das andere beim Brennholz machen anfallende Holz, wie krummes oder

 

dünnes Astholz wird von uns selbst verheizt.

 

Auch wenn mein Mann immer schimpft, das er nur das "Glumb" zum

 

verbrennen bekommt und das "gscheite Hulz" verkauft wird. :-)

 

 

Ein wichtiger Anhaltspunkt für die Brennholzwahl sollte nicht nur der

 

Preis, sondern auch der Ofen und der "Brennwert pro Ster/Raummeter"

 

sein.

 

 

Grundsätzlich gibt es zwei Holzgrundarten:

 

Laubholz und Nadelholz.

 

 

Laubholz hat in der Regel einen höheren Brennwert als Nadelholz,

 

darum wird es im allgemeinen Sprachgebrauch auch gerne als Hartholz

 

bezeichnet.

 

Nadelholz wird im allgemeinen als Weichholz bezeichnet.

 

 

Zu den sogenannten Laub-/ Harthölzern gehören alle langsam

 

wachsenden Holzarten wie Buche, Ahorn,Eiche oder Esche mit einer

 

hohen Dichte des Holzes.

 

Dies ist auch deutlich am Gewicht zu spüren.

 

 

Nadelhölzer wie Kiefer, Fichte oder Tanne gehören zu den Weichhölzern.

 

Diese wachsen schneller, und sind deshalb im Vergleich zu Harthölzern

 

leichter. Dies liegt an der geringeren Dichte des Holzes.

 

 

Laub-/ Hartholz brennt wegen seiner höheren Dichte gleichmäßiger, und

 

vor allem wegen seines geringen Harzanteiles viel ruhiger ab. Dies führt

 

zu einem Emissions armen Verbrennungsprozess, weil somit das

 

Verhältnis zwischen Brennstoff und Luft optimal gegeben ist.

 

Nadelholz besitzt einen hohen Anteil von Harzen und Fetten im Holz. Sie

 

erkennen dies an der stärkeren Funkenbildung und Geräuschentwicklung

 

während des Brennvorganges. Wer das Knacken und Knistern im Ofen

 

liebt, sollte Nadelholz verbrennen. Nadelholz verbrennt aufgrund seiner

 

geringeren Dichte schneller und ungleichmäßiger.

 

Für Heizzwecke ist meist eine langsamere, dafür nachhaltigere

 

Wärmeentwicklung erwünscht. Letztlich entscheidet der eingesetzte

 

Anwendungszweck (Ofen) darüber, welche Holzarten sich besser eignen.

 

In modernen Holzvergaser Kesseln oder Kachelöfen, die zur reinen

 

Wärmegewinnung dienen, können durch die hoch temperaturige

 

Verbrennung alle Brennholzarten ohne Einschränkung optimal genutzt

 

werden.

 

Für Heizzwecke im offenen Kamin oder Kaminofen eignen sich

 

insbesondere alle Laubhölzer sehr gut als Energieträger.

 

 



 

Fichte ( Nadelholz ) ist ein relativ schnell an- und abbrennendes Holz. Es

 

eignet sich hervorragend zum Anbrennen. Häufig wird es auch in

 

Grundöfen /Vergaser Kesseln verwendet. Für den offenen Kamin eignet

 

es sich aufgrund der Harzblasen nicht, es „spritzt“ Glut.

 

 

Kiefer / Lärche ( Nadelholz) ist – bei ähnlichen Brennverhalten – von 

 

weitaus besserer Qualität. Außerdem riecht Kiefer beim Verbrennen gut,

 

und kann in geschlossenen Kachelöfen und Kaminöfen verbrannt

 

werden.

 

Birke ( Laubholz ) wird gerne für offene Kamine verwendet, da es im

 

trockenen Zustand kaum Funkenflug verursacht und neben seinem

 

schönen Flammenbild (hell, leicht bläulich) auch gut riecht. Birkenholz

 

brennt ebenfalls relativ zügig ab.

 

Buche ( Laubholz ) gilt als das klassische Kaminholz, da es ein schönes

 

Flammenbild und gute Glut Entwicklung bei gleichzeitig nahe zu keinen

 

Funken(spritzern) zeigt, zudem hat es einen sehr hohen Brennwert. Der

 

Brennwert/Heizwert von Buchenholz wird oft als Referenzwert im

 

Vergleich zu anderen Hölzern verwendet. Der Geruch von brennendem

 

Buchenholz ist allgemein geschätzt, deshalb wird zum Räuchern von

 

Lebensmitteln auch hauptsächlich Buchenholz verwendet. Buchenholz

 

ist universal einsetzbar und liegt daher im oberen Preisbereich.

 

Eiche ( Laubholz ) ist einsetzbar in allen Öfen (Kachelöfen, Kaminöfen ),

 

die tatsächlich der Wärmegewinnung dienen. Für offene Kamine wird es

 

nicht bevorzugt, da es zwar gut Glut, aber kein so schönes Flammenbild

 

entwickelt. Der Brennwert ist vergleichbar mit Buche, und die Brenndauer

 

ist unübertroffen. Eichenholz enthält Gerbsäure, die bei unsachgemäßem

 

Abbrand (zu geringe Luftzufuhr) Abgasrohre angreift (Versottung). Es ist

 

daher für Öfen gut geeignet, jedoch nicht für offene Kamine.

 

Esche ( Laubholz ) hat einen hohen Brennwert/Heizwert wie Buche oder

 

Eiche. Es entwickelt das schönste Flammenbild. Es ist ideal für offene

 

Kamine, da es ebenfalls kaum Funken spritzt.

 

Pappel ( Laubholz ) hat zu Unrecht, wie ich meine, einen schlechten Ruf.

 

Denn gerade zum Heizen während der Übergangszeit oder zum

 

Anbrennen ist es optimal geeignet. Es brennt schnell an, und bringt

 

dadurch den Ofen schnell auf seine Betriebstemperatur. Danach kann

 

mit anderen Holzarten weiter geheizt werden. Das Preis-/

 

Leistungsverhältnis ist unschlagbar, und es lohnt sich einmal öfter

 

nachzulegen.

 

Erle ( Laubholz ) eignet sich zum Verbrennen in nahezu allen Öfen.

 

Außerdem zeigt sich ein schönes Flammenbild.

 

Robinie / Akazie ( Laubholz ) ist ein sehr robustes und schweres Holz.

 

Der Brennwert/Heizwert ist mindestens so hoch wie bei Buchen - oder

 

Eichenholz.

 

Ahorn ( Laubholz) Gerne verwendetes Brennholz, trocknet schneller als

 

Buche oder Eiche. Brennt sehr gut mit schöner Flamme. Ahornholz

 

spritzt nicht beim Verbrennen und ist daher ideal für offene Kamine.
 

 

 

 


 

 

 

 

Der Brennwert von Holzarten im Detail

 


Damit es in den vier Wänden also auch richtig warm wird, sollten

 

Sie beim Kauf unbedingt auf den Brennwert achten. 


Generell lässt sich sagen, dass Ahorn, Buche,Esche und Eiche am

 

beliebtesten sind, da sie einen recht hohen Wert aufweisen. 


Besonders klar wird das bei unserer folgenden Brennwert Tabelle:

 

 

 

 

Brennwerte ausgewählter Holzarten bei ca. 20% Feuchtigkeit

 

 

 

 

 

 

Anmerkung:

 

 

 

 
Alle Werte sind selbstverständlich nur ungefähre Angaben, da der

 

Brennwert durch die Restfeuchte des Brennholzes beeinflusst

 

werden kann .

 

Die Angaben zum Brennwert in der Tabelle beziehen sich auf eine

 

Restfeuchte des Brennholzes von ca. 20%.

 

Dies entspricht einem

 

von 1,5 bis 2 Jahre gut abgelagerten Holz.

 

 

 

 

 

 

Brennwerte ausgewählter Holzarten bei ca. -20% Feuchtigkeit

 

 

Buche    2100 KWh / Ster    entspricht    210 l Heizöl / Ster

 


Eiche    2100 KWh / Ster    entspricht    210 l Heizöl / Ster


Esche    2100 KWh / Ster    entspricht    210 l Heizöl / Ster

 

 

Akazie    2100 KWh / Ster    entspricht    210 l Heizöl / Ster

 


Ahorn    1900 KWh / Ster    entspricht    190 l Heizöl / Ster

 

Birke    1900 KWh / Ster    entspricht    190 l Heizöl / Ster


Ulme    1900 KWh / Ster    entspricht    190 l Heizöl / Ster

 

 



Kirsche 1900 KW/ Ster       entspricht     190 l Heizöl / Ster





 

 


Douglasie 1700 KWh / Ster    entspricht    170 l Heizöl / Ster


Kiefer    1700 KWh / Ster    entspricht    170 l Heizöl / Ster


Lärche    1700 KWh / Ster    entspricht    170 l Heizöl / Ster

 


Erle    1500 KWh / Ster    entspricht    150 l Heizöl / Ster


Fichte    1500 KWh / Ster    entspricht    150 l Heizöl / Ster

 


Tanne    1400 KWh / Ster    entspricht    140 l Heizöl / Ster


Weide    1400 KWh / Ster    entspricht    140 l Heizöl / Ster

 


Pappel    1200 KWh / Ster    entspricht    120 l Heizöl / Ster

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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